Sonnencreme belastet unsere Gewässer

Die gute alte Sonnencreme, wer kennt sie nicht – vor dem Sprung ins kühle Nass creme sich die meisten von uns mit ordentlich Sonnencreme ein. Doch hat sich jemals jemand gefragt, wie das für unsere Gewässer ist!?

Laut dem französischen Meeresforschungsinstitut Arvam reichen schon 20 Minuten baden, um 3/4 der Lotion im Wassers zu verteilen. Dies berichtete die Schweizer Tageszeitung „Le Matin“. So gelangen zwischen 4’000 und 6’000 Tonnen Sonnenschutz weltweit jährlich in die Ozeane.

Aber was ist mit wasserfester Sonnencreme?

Wasserfeste Sonnencreme darf sich wasserfest nennen, auch wenn nach 2 mal baden nur noch 50% der Sonnencreme auf der Haut haftet – das hat Konsequenzen!

Unterschied zwischen Sonnencremes mit physikalischem und chemischem UV-Filter

Klar muss unterschieden werden, dass derzeit zwei unterschiedliche Arten von Sonnencremes auf dem Markt sind. Jene mit dem physikalischen UV-Filter und die mit dem chemischen UV-Filter.

Sonnencremes mit physikalischem UV-Filter haften weitgehendst auf der Hautoberfläche und reflektieren so die Sonnenstrahlen. Solche Sonnencremes bestehen meist aus winzigen Metallpartikeln, wie Titandioxid oder Zinkoxid. Nach diesem Prinzip wirken besonders umwelt- und hautfreundliche Cremes.

Sonnencremes mit chemischem UV-Filter, dringen als Moleküle (Oxybenzon, Octocryclen) verteilt in die Haut ein und bilden so mit ihr den Schutzfilm. Schädliche Strahlen werden nicht reflektiert, sondern werden in ungefährliche Energie (Infrarotlicht, Wärme) umgewandelt.

Warum ist dies nun schädlich?

Sonnencremes mit chemischen UV-Filter legen einen Film um die Mikroorganismen im Meer. Diese Mikroorganismen dienen als Nahrung für die Korallen. Sind aber die Mikroorganismen von einem solchen Film überzogen, können sie keine Photosynthese mehr machen. Im Klartext heisst dies nun, dass die Korallen ausbleichen und absterben!

Aber nicht nur in den Ozeanen stellt die Mikroverunreinigung ein Problem dar, sondern auch in den hiesigen Gewässern. Die Verunreinigung wird durch den Gebrauch von Alltagsprodukten, welche ins Abwasser gelangen, verursacht. Dazu gehören neben der Sonnencreme auch Medikamente, Parfüms und andere synthetische Stoffe. Diese hormonaktiven Stoffe wirken auf biologische Entwicklungsprozesse ein (z.B. in Form von Aussterben von Arten oder Veränderungen derer).

Ich denke dazu könnte man noch Stunden schreiben und vor allem auch ausschweifen, besonders in Bezug auf die Verschmutzung unserer Gewässer, im speziellen dem Bodensee.

Geschichte des Tauchcomputers

Als weiteren wichtigen und spannenden Teil der gesamten Tauchgeschichte ist mit Sicherheit der Tauchcomputer zu erwähnen. Was würden wir heute tun ohne so fortschrittliche Tauchcomputer?

Seit man über die Dekompressionskrankheit mehr wusste und die RDP-Tabellen auf den Markt kamen, wurde schnell die Notwendigkeit eines Geräts erkannt, welches automatisch den Tauchgang kontrolliert und den Taucher vor dem Überschreiten von Grenzwerten warnt.

Dekompressiometer

Durch die Publikation der Dekompressionstabellen der US Navy in den 1930er Jahren wurde also die Notwendigkeit eines Geräts erkannt, welches den Taucher vor dem Überschreiten von Grenzwerten warnt. Folglich wurden 1953 vier Anforderungen formuliert, welche ein solches Gerät erfüllen muss.

  • nötige Dekompressions-Stufen während eines Tauchgangs berechnen können
  • Wiederholungstauchgänge müssen in die Kalkulation miteinbezogen werden
  • Mulitileveltauchgän
    ge müssen möglich sein
  • genauere Berechnungen machen als mit einer Dekompressionstabelle

 

Mark 1

Da zu jener Zeit war es schwierig ein solches Gerät zu entwickeln, welches die nötige Elektronik auf engstem Raum für alle vier Punkte beinhaltete. Das Unternehmen Foxboro entwickelte 1955 das Gerät „Mark 1“.

 

Analog arbeitendes Dekometer für ein Gewebe
SOS

1959 wurde ein kommerzielles Dekompressiometer von Carlo Alinari vorgestellt, das sogenannte „SOS“. Obwohl damals die Korrektheit der Simulation von Wiederholungstauchgängen sehr umstritten war, wurde es von Tauchern rund um die Welt wegen seiner hohen Zuverlässigkeit geliebt.

 

Analogelektronische Dekompressiometer

Tracor ohne Gehäuse
Tractor

Parallel zur Entwicklung der mechanisch-pneumatischen Dekompressiometer wurden auch Konzepte entwickelt, welche aus einem analogelektronischen Computer bestanden. Analog-elektronische Geräte hatten als Nachteil, dass sie weniger temperaturstabil waren und zudem einen grossen Kalibrierungsaufwand vor jedem Tauchgang erforderten. Zudem übertrafen diese Geräte die mechanisch-pneumatischen in Gewicht und Grösse bei weitem, da eine leistungsstarke Batterie für deren Betrieb erforderlich waren. Das erste analog-elektronische Dekompressiometer war der „Tractor“, welcher 1963 fertiggestellt wurde.

 

Erster digitaler Tauchcomputer

XDC1 von DCIEM
XDC-1

Mit zunehmender Leistungsfähigkeit und Miniaturisierung der digitalen Computer, wurde Mitte der 1970er Jahren auch die Messwertauswertung und das Berechnen der Nullzeit in Echtzeit möglich.Eine grosse Herausforderung stellte aber dennoch die Stromversorgung dar. 1975 kam der Tischcomputer „XDC-1“ auf den Markt. Die Taucher führten einen Schlauch mit sich, welcher zur on-line-Tiefenmessung diente. Kurz später kamen dann auch der „XDC-2“ und der „XDC-3“ auf den Markt. welche unter Wasser mitgeführt werden konnten. Der „XDC-3“ war wohl der erste echt verfügbare digitale Tauchcomputer, welcher auf den Markt kam.

CyberDiver
XDC-4

1979 wurde dann auch der „XDC-4“ produziert. Dieser konnte bereits mit Mischgasen arbeiten. Jedoch war er viel zu teuer, um sich wirklich durchsetzen zu können.

 

Orca-Edge
Orca Edge

1983 produzierte die Firma Orca Industries Inc. das Modell Edge (Electronic Dive GuidE). Er war der erste Tauchcomputer, welcher ein grafisches Design besass und fähig war, die Nullzeit für Multileveltauchgänge zu berechnen.

Dekompressionscomputer

Decobrain, Klick vergrößert
DecoBrain

Der allerste vollwertige Dekompressionscomputer, welcher nicht nur die Nullzeit, sondern bei komplexen Multilevel-Tauchgängen auch in Echtzeit die Dekompressionsstufen berechnen konnte, wurde 1983 vom Schweizer Unternehmen Divetronic AG in Zusammenarbeit mit Hans Hass auf den Markt gebracht. Genannt wurde der Tauchcomputer „DecoBrain“.

Suunto SME-ML, Klick!
Suunto SME-ML

Der finnische Tauchinstrumente-Hersteller Suunto stellte mit dem „SME-ML“ im Jahre 1986 einen sehr kompakten und preiswerten Dekompressionscomputer vor.

Aladin Pro mit zugänglichem Batteriefach
Aladin

1987 erschien das Modell „Aladin“ des Schweizer Unternehmens Uwatec. Uwatec ist heute ein Geschäftszweig von Scubapro.

Gegenwärtige Entwicklung

Zahlreiche Hersteller bieten heute Dekompressionscomputer an.

  • drahtlose Luftintegration
  • Berechnung mit verschiedenen Atemgasgemischen
  • integrierter elektronischer Kompass
  • Atem- und Herzschlag-Frequenz-Messer

Die Vielzahl der heutigen Computer ist gross.

 

Dekompressionskrankheit

Wer von Euch hat noch nie davon gehört – dies müsste auf niemanden zutreffen!

Auch die Dekompressionskrankheit hat eine Geschichte.

Bereits 1670 stellte Boyle fest, dass sich Gase unter Druck in Flüssigkeiten lösen und es bei plötzlicher Druckentlastung zu Gasblasen in der Flüssigkeiten kommt. Dies führte den deutschen Felix Hoppe-Seyler 1857 dazu, seine Theorie der Gasblasenembolie als Ursache der Dekompressionskrankheit aufzustellen.

1838 – Helmtaucher

800px-Diver_(PSF).pngZu dieser Zeit erfand der deutsche Augustus Siebe die Helmtauchausrüstung, wie sie im Prinzip heute noch zu finden ist.

Schon bald tauchten erste Tauchunfälle mit Lähmungserscheinungen bei Tauchern auf. Bei den griechischen Schwammtauchern wurden Lähmungen dieser Art als Berufskrankheit bezeichnet.

1870 – Brückenbau mit Caissons

Caisson_(PSF)Seit 1870 wurden Arbeiten unter Wasser in Senkkästen (franz. caissons) durchgeführt. Mit Hilfe von solchen Senkkästen wurden ursprünglich die Fundamente der Brückenpfeiler betoniert.

Seit dieser Zeit traten immer häufiger Probleme bei diesen Arbeiten auf. Die Krankheit wurde damals „Caisson-Krankheit“ genannt.

1878 – erste Untersuchungen

paul-bertDer französische Arzt Paul Bert erkannte die schnelle Druckentlastung als Ursache der Caisson-Krankheit (auf Hoppe-Seylers Theorie von 1857 gestützt). Er war der Erste, der die Wirkungen verschiedener Gase unter Druck untersuchte. In seinem 1878 erschienen Lehrbuch für Taucher beschrieb er das Zusammenwirken von Druck, Zeit und Luft. Er befasste sich auch mit der Auswirkung des Stickstoffs auf die Dekompressionskrankheit und mit der Gefährlichkeit von reinem Sauerstoff als Atemgas („Paul-Bert-Effekt“).

Zur Vorbeugung der Caisson-Krankheit empfahl Bert damals eine langsame Anpassung an den Umgebungsdruck. Er beschrieb eine Dekompressionszeit von 20 Minuten pro bar Druckentlastung.

1907 – Die ersten Dekompressionstabellen von John Scott Haldane

Bildschirmfoto 2016-01-22 um 20.18.15.pngDie Royal Navy wollte 1907 die Sicherheit ihrer Helmtaucher verbessern. Somit beauftragten sie den Physiologen John Scott Haldane mit der Erforschung der Taucherkrankheit und der Erstellung von Austauchtabellen. Haldane verwendete für seine Versuche Ziegen. Er brachte diese in einer Druckkammer auf bis zu 60m Tiefe. Er bemerkte, dass magere Zeigen weniger anfällig auf die Dekompressionskrankheit sind als fette Ziegen. Dies führte ihn zur Theorie, dass verschiedene Gewebsarten unterschiedlich reagieren.

Die Tabellen, die Haldane entwickelte gingen aufgrund eindeutiger Vorgaben der Auftraggeber nur bis 58m Tiefe.

1958 – US Navy Tabellen

Bildschirmfoto 2016-01-22 um 20.18.25.pngAls nächsten grossen Entwicklungsschub kann man wohl den von 1958 nennen. Dieser ging von der amerikanischen Marine aus. Die US Navy erfasste ca. 16’000 Tauchgänge und analysierte das Auftreten von Dekompressionsproblemen. Die US Navy Tabellen waren damit statistisch sehr gut abgesichert.

Diese Tauchtabellen galten als Standardvorgaben in der Boom-Zeit des Sporttauchens und wurden bis 1984 als offizielle Lehrmeinung verbreitet.

1983 – Albert Bühlmann

Bühlmann war Leiter des Druckkammerlabors am Uni Spital in Zürich. Er hat durch seine vielen Druckkammerversuche und echten Tauchgänge mit Freiwilligen die Dekompressionsforschung entscheidend weiterentwickelt. Er hat im Vergleich zur US Navy „normale“ Sporttaucher und nicht gut trainierte verwendet.

Grenzen der mathematischen Dekompressionsberechnung

Auch die Berechnung der Dekompression hat irgendwo seine Grenzen. Jeder Taucher ist ein Mensch, ein Individuum. Viele Faktoren sind nur schwer oder nicht mathematisch erfassbar. Modelle sind immer nur eine Annäherung an die Wirklichkeit.

  • unterschiedliche Anteile der Körperorgane: Blut, Muskeln, Fett, Knochen
  • Frau oder Mann
  • Fitnesszustand, Alter, Tagesform
  • Krankheit, Hydration
  • Kälte, Anstrengung, Luftverbrauch
  • Aktivitäten vor, während und nach dem Tauchgang
  • Medikamente, Alkohol, Nikotin, Verletzungen
  • usw.

Ursache

91NRAc4zjIL._SL1500_Durch den schnellen Druckabfall werden im Blut gelöste Gase (vor allem Stickstoff) in Form von Gasbläschen frei, die kleine Blutgefässe verstopfen (Gasembolie) oder auch direkt das Gewebe schädigen können.

Langsame und sichere Aufstiege beim Tauchen minimieren also das Risiko, eine Dekompressions-Krankheit zu bekommen. Zu schneller Gewinnung an Höhe kann auch das Fliegen genannt werden. Wichtig ist, dass bei einem einzelnen Tauchgang eine Oberflächenpause von mindestens 12 Stunden vor dem Fliegen eingehalten wird und bei Wiederholungs-Tauchgängen und/oder Tauchen über mehrere Tage eine Oberflächenpause von mindestens 18 Stunden. Auch wichtig ist, dass Tauchzeit und Tauchtiefe eingehalten werden. Ebenso wichtig ist das Einhalten der Dekostopps.

Sekundäre Faktoren können ebenfalls zum Auftreten der Deko-Krankheit beitragen. Diese sind zum Beispiel: Erschöpfung, Dehydration, anstrengende Körpertätigkeit (vor, während oder nach dem Tauchen), Kälte, höheres Alter, Krankheit, Verletzung, Alkoholkonsum vor oder nach dem Tauchgang und Übergewicht.

Symptome

Blasen können sich überall im Körper bilden, daher variieren die Symptome der Deko-Krankheit von Person zu Person. Zu den Anzeichen und Symptomen zählen:

  • Lähmungserscheinungen
  • Schock
  • Schwächegefühl
  • Schwinde- und Taubheitsgefühle
  • Prickeln und Stechen
  • Atemschwierigkeiten
  • verschiedene Grade von Schmerzen in Gelenken und Gliedmassen
  • in den schwersten Fällen können Bewusstlosigkeit und Tod eintreten

Die Deko kann sich auch in abgeschwächter Form bemerkbar machen. Dabei treten folgende Symptome auf:

  • milde bis leicht dumpfe Schmerzen – meist, aber nicht immer in den Gelenken
  • mildes bis leichtes Prickeln oder Taubheitsgefühl
  • Schwäche
  • lang anhaltende Erschöpfung

Die Symptome treten üblicherweise zwischen 15 Minuten und 12 Stunden nach dem Tauchgang auf.

Erste Hilfe

  • Verabreichung von Sauerstoff
  • Taucher auf die linke Seite legen, falls er ohne Bewusstsein ist, aber atmet
  • örtlicher Rettungsdienst alarmieren
  • Kontakt zu Taucherarzt oder örtlicher Tauchrettungs-Organisation aufnehmen

Geschichte des Tauchens

Das Tauchen begann schon vor 6500 Jahren. Die Zivilisation damals war eng ans Wasser der Flüsse, Seen und Meere gebunden. Die Gewässer sind seit Uhrzeiten Nahrungsgrundlage vieler Menschen und dienten als Transportwege. Das Tauchen früher diente als Zweck der Beschaffung von Nahrungsmitteln. Damals wurde noch frei und ohne Hilfsmittel getaucht. Somit ist es nicht verwunderlich, dass schon vor langer Zeit versucht wurde, die Bereiche unter der Wasseroberfläche zu erkunden.

Die Anfänge – Frühzeit und Antike

$.jpgMit zunehmendem Handel erkannten einige Menschen, dass sich mit Tauchen Geld verdienen liess. Deshalb kam das Tauchen in Ostasien, Indien und im Arabischen Meer nach Perlen, Perlmutt, Schwämmen und Korallen auf.

Ebenfalls tauchten Menschen nach versunkenen Schiffen, um die wertvolle Ladung zu bergen. Dem Mythos nach soll der Grieche Scyllias dabei einen umgedrehten Kessel als Luftreservoir genutzt haben. Sollte dies wahr sein, wäre er der erste Gerätetaucher der Geschichte.

 

Um 300 v. Chr. beschrieb Aristoteles das Prinzip der Tauchglocke. Er berichtete von griechischen Schwammtauchern, die dieses Tauchgerät verwendeten. Diese Erfindung und viele weiteren Errungenschaften der Antike gerieten später in Vergessenheit.

alexanderdergrosse01 (1)Um 250 v. Chr. entdeckte Archimedes für den Schiffbau und das Tauchen wichtige Gesetze des Auftriebs. Er erkannte, dass die Auftriebskraft eines Körpers in einem Medium genau so gross ist, wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Mediums = Archimedisches Prinzip. Dieses Prinzip gehört zu den wichtigsten physikalischen Prinzipien, die ein Taucher kennen, verstehen und kontrollieren muss.

Der römische Feldherr, Politiker und Gelehrte Plinius berichtete um 60 v. Chr. von Kampftauchern. Er liess die Taucher damals mit Schnorcheln ausstatten.

1000 Jahre Stillstand – Mittelalter

Im Mittelalter ging in Europa ein Grossteil des Wissens der Antike verloren, auch das Prinzip der Taucherglocke.

Wissenschaft und Technik auf dem Vormarsch – Neuzeit

Teile für die Grundausrüstung zum freien Tauchen entwickelte bereits Leonardo da Vinci. Er entwarf Handflossen, die Vorläufer der 1933 patentierten Flosse. Ebenso entwarf da Vinci um 1500 einen schweinsledernen Tauchanzug mit einer Lederkappe und handtellergrosse Glaslinsen als Maske. Zur Luftversorgung plante er einen Blasebalg mit 2 Schläuchen. Dieses Tauchgerät war für einen militärischen Einsatz gegen die gefürchtete osmanische Flotte gedacht. Die Konstruktion war aber durchaus Funktionsfähig, welche sich 2003 als solche bewies.

Schon um 1300 wurden hauchdünn geschliffene und polierte Schildkrötenpanzer zu Brillen zusammengebaut. Diese Brillen waren immer nur aus zwei Gläsern, die den Nasenbereich nicht miteinschlossen. Dadurch bestand die Gefahr des Unterdruckes im Augenbereich, der damit die Tauchtiefe stark einschränkte.

1690 Taucherglocke

il_570xN.393612426_3ofk.jpgDer englische Astronom Edmund Halley erfand eine grosse Taucherglocke an welcher direkt per Schlauch und Ventil kleine Glocken mit der grossen Glocke verbunden sind. Bei Bedarf konnte man frische Luft einströmen lassen. So konnte in 18m Tiefe für 1.5 Stunden gearbeitet werden.

1715 Tauchfass

tauchtonnejohnlethbridge1715_480.jpgDer Engländer John Lethbridge erfand das Tauchfass. Der Taucher konnte liegend in einem ledergefütterten Luftsack im Fass mit Guckfenstern und zwei Öffnungen mit Manschetten arbeiten. Das Fass wurde vom Schiff abgesenkt. Lethbridge barg so erfolgreich viele Waren von Wracks. Er konnte damit für eine halbe Stunde auf 18m Tiefe bleiben.

Vom Tauchfass zum modernen Tauchanzug mit Atemregler

Taucheranzug_Karl_Heinrich_KlingertAn der Manövrierfähigkeit und der ständigen Frischluftzufuhr haperte es noch ein wenig. 1823 erfanden die Brüder Deane den Tauchapparat für Feuerwehrleute und nur fünf Jahre Später kam der Deanes Tauchanzug auf den Markt. Dieser Schützte gegen Kälte, war aber extrem schwer. Ebenso war ein Bleihelm mit Sichtfenstern und ein Atemluft-Schlauch zugehörig. Dieser Anzug war mit einer Luftquelle an der Wasseroberfläche verbunden.

Siebe entwickelte den Helm weiter, verband ihn mit dem Anzug und liess diesen bis zur Taille reichen. Deshalb konnte kein Wasser mehr unter den Helm reichen, wenn wenn der Taucher das Gleichgewicht verlor.

1840 entwickelte Siebe ein Auslassventil – der Anzug war so komplett wasserdicht und war der Vorläufer des heutigen Trockentauchanzuges.

22b458fca3f4c10fb3a28882a04356be.jpgDie Taucher konnten so 6 bis 7 Stunden in 18 – 21 m Tiefe arbeiten. Viele klagten aber über Rheuma und Kälte.

1878 erforschte der französische Physiologe Paul Berth die Taucherkrankheit = Dekompressionskrankheit. 1905 bis 1907 wurden dann die ersten Tauchtabellen für maximale Tiefen erstellt.

1960 wurde der erste geschmeidige Anzug erfunden. Es gab zwei Modelle: Der Jim Suit und der Newt Suit.

Erfindung des Unterwasser-Atemgerätes

Mit folgenden Problemen kämpfen die Erfinder sehr lange:

  • keine Möglichkeit Luft zu verdichten
  • es existierten keine hochbelastbaren Leichtmetalle
  • man war nich in der Lage, den in der Flasche herrschenden Luftdruck auf ein brauchbares Mass zu reduzieren

1866 wurde der erste Lungenautomat erfunden.

1878 wurde das erste unabhängige kommerzielle Unterwasseratemgerät mit geschlossenem Kreislauferfunden. Man arbeitete damals mit reinem Sauerstoff. Dies führte dann zu weiteren Problemen.

Während des 2. Weltkriegs (1943) erfand Captain Jaques Cousteau mit Emile Gagnan das erste, sichere und leistungsfähige offene Tauchsystem, welches dann kommerziell erfolgreich wurde.

1 Schlauch, 2 Mundstück, 3 Atemregler, 4 Harness, 5 Rückenplatte, 6 Druckluftflasche

 

Damit ist die Geschichte des Tauchens zu Ende geschrieben und doch geht sie noch weiter…

10 Gründe dich fürs Tauchen zu entscheiden

Du tauchst noch nicht!? Dann lies dir in aller Ruhe diese 10 Gründe durch, warum du damit beginnen solltest.

1. Tauchen ist einfach

Genau aus diesem Grund kann es fast jeder ausprobieren und erlernen. Sofern du einigermassen gesund bist, steht dem Tauchspass nichts entgegen. Sunshine Divers bietet dir Schnuppertauchen im Pool oder im See und Tauchkurse vom Anfänger bis zum fortgeschrittenen Taucher an. Unter fachkundiger Anleitung ist Tauchen kinderleicht.

2. Tauchen bedeutet Ruheshutterstock_104791040-1

Wem ist das nicht bekannt: ständige Unruhe in der Arbeitswelt, abends im Verkehrslärm nach Hause. Dort endlich angekommen, schreien die Kinder oder der Hund bellt, das Telefon klingelt und deine Tante erzählt dir ihre ganze Lebensgeschichte. Genau in solchen Momente
n sehnt man sich doch nach Ruhe. Wir haben die Lösung für dich parat: ABTA
UCHEN! Ausser dem Geräusch deines eigenen Atems herrscht unter der Wasseroberfläche absolute Stille. Das ist wunderbar entspannend.

3. Geniesse die Schwerelosigkeit beim Tauchen

Tauchen bedeutet auch sich schwerelos im Wasser zu bewegen. Du fühlst dich leicht und schwebst frei durch das tiefe Blau oder Grün. Das Gesetz der Schwerkraft scheint beim Tauchen aufgehoben zu sein. Egal in welche Richtung du dich wendest: Jede Bewegung ist spielend leicht möglich.

4. Tauchen macht schlank

Tauchen ist zwar nicht sehr anstrengend, aber dennoch verbrennt man dafür ordentlich Kalorien. Laut Weight Watchers verbrauchst du bei einem einstündigen Tauchgang über eineinhalb mal so viele Kalorien, wie bei einer Stunde Joggen oder Inline-Skaten.

5. Tiere live erleben5950139851_edba9d7f7d_o

Du kennst bestimmt aus vielen Kinofilmen und Fernsehsendungen, dass im Meer oder See einiges los ist. Freundliche Anemonenfische, vergessliche blaue Doktorfische und durch die Strömung jagende Schildkröten machen den Ausflug ins blaue Nass zum persönlichen Abenteuer.

6. Mittendrin sein

Schnorcheln oder bei einer Fahrt mit dem Glasbodenboot bringt dich die Unterwasserwelt „nur“ durch Ihre Betrachtung von oben zum Staunen. Als Taucher bist du ein Teil davon. Das bunte Treiben spielt sich nämlich genau neben dir, unter dir oder über dir ab. Ein grandioses Naturerlebnis.

7. In fremde Welten eintauchen5953998174_3571d25acc_o

Unter Wasser erwarten dich aufregende Eindrücke. Je nach Tauchgebiet triffst du auf exotische oder selten anzutreffende Meeresbewohner. Wie wäre es mit einem Rochen auf den Malediven oder Drachenköpfen im Roten Meer oder Delfinen rund um die Kanaren? Auch Schiffs- und Flugzeugwracks kannst du als Taucher problemlos besuchen.

8. Tauchen vor der Haustür

„Am Sonntag will mein Liebster mit mir tauchen gehen…“ – kein Problem! Vom Bodensee bis zur Verzasca gibt es hier die verschiedensten Möglichkeiten. Ein Tauchausflug ist also ohne lange Fahrzeiten machbar und zudem auch wunderschön.

9. Tauchen und Partnerschaft

Warum entdeckst du nicht gemeinsam mit deinem Partner/ deiner Partnerin eine neue Welt? Gemeinsam macht Tauchen doppelt so viel Spass. Kaum eine andere Sportart lässt sich so leicht und schnell gemeinsam erlernen, wie das Tauchen.

10. Tauchen verbindet

Und zu guter Letzt noch – Tauchen verbindet: Durch das Tauchen lernst du immer wieder aufgestellte, interessante Leute kennen – egal ob in der Tauchgruppe, an Tauchweekends oder auf Tauchreisen. Und dies ganz unabhängig davon, was man von Beruf ist, welches Alter man hat oder was man sonst macht im Leben: Tauchen verbindet! Beim Tauchen entstehen immer wieder neue Freundschaften – und nicht selten finden sich auch Liebespaare durch das neue Hobby.

 

Also los – tauch ein in die Faszination des Tauchens und sei ein Teil davon.

Sieben Gründe, dankbar ein Taucher zu sein

5950139851_edba9d7f7d_o1. Die Welt erforschen und bereisen

Als Taucher kann man die Welt mit einer Muschel vergleichen. Da das Wasser mehr als 71% unseres Planeten bedeckt, erlaubt dir das Tauchen die Welt vollständig zu entdecken. Die Gelegenheiten für Abendteuer werden endlos.

Amos-Nachoum-underwater-photograher-22. Auf Lebewesen stossen, von denen du nie geträumt hätten

Die Unterwasserwelt bietet erstaunlichen Platz. In jenem Moment, in dem du abtauchst, erhältst du Zugang zu einem faszinierenden Universum mit einer reichen Artenvielfalt. Der Ozean wimmelt von Korallen, wirbellosen Tieren und neugierigen Säugern. Jeder Tauchgang ist einzigartig. Es gibt keine grössere Sensation als eine Tierart zu entdecken, welche du bis anhin noch nicht gesehen hast.

5957458016_b33bdee69e_o3. Du erlebst, dass Tauchen wie Fliegen ist

Tauchen erlaubt dir die Schwerelosigkeit zu erfahren und den Ozean zu erforschen, was sich mit einem Astronauten im Weltall vergleichen lässt. Mit dem Tauchen besitzt du die Fähigkeit die Welt, insbesondere die Unterwasserwelt zu entdecken und dies bis ins hohe Alter.

5953998174_3571d25acc_o4. Du erhöhst dein Wissen über die Unterwasserwelt und entwickelst Verständnis für deine Umwelt

Jedes Mal, wenn du abtauchst, erfährst du mehr über die Unterwasserwelt. Tauchen bereichert deine Kenntnisse, ändert deine Wahrnehmung und deine Handlungsweisen. Du könntest so viele Dokumentationen schauen und Bücher lesen, wie du wolltest, aber all diese Dinge erlauben dir nicht die Unterwasserwelt mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben.

shutterstock_199723532-15. Du triffst neue Leute und findest neue Freundschaften

Tauchen ist ein sehr sozialer Sport. Es bietet dir die Gelegenheit viele Leute unterschiedlicher Kulturen und Herkünfte kennenzulernen. Ein Ding, das hier alle gemeinsam haben, ist das Tauchen.

5950039201_7982c39d53_b6. Deine Ausbildung vorsorgt dich auch mit Kenntnissen fürs tägliche Leben

Deine Tauchausbildung vermittelt dir Kenntnisse über den Ozean, Sicherheitsmassnahmen und Sachkenntnisse und dich vor potenziellen Gefahren zu bewahren oder andern zu helfen.

shutterstock_104791040-17. Du bist zum „Zen“ fähig

Der Ozean ist ursprünglich und friedlich. Von ihm musst du keine Anrufe entgegennehmen oder Emails beantworten. Deine gesamte Aufmerksamkeit richtet sich deinem Atem und der Konzentration durch deine Maske viele erstaunliche Dinge zu sehen.